Allergiepass pdf downloaden

20 juin 2020

Den Allergiepass sollte der behandelnde Allergologe ausfüllen. Er weiß, welche internationalen Abkürzungen es für Erkrankungen gibt und welche Informationen der ausländische Arzt im Notfall benötigt. Außerdem werden die Eintragungen fachlich richtig formuliert und nach Schweregrad geordnet. Allergiker können sich ihren Allergiepass selbst erstellen. Um aber sicherzugehen, dass alles korrekt ist, sollte er anschließend von einem Arzt überprüft werden. Ganz besonders gilt dies, wenn lebensbedrohliche Allergien vorliegen. Die Allergiediagnostik erfolgt einerseits mittels Blutproben auf IgE-Immunglobuline im Blut, die gegen die Allergene gerichtet sind, kann andererseits auch mittels Hauttests erfolgen. In beiden Fällen wird bestimmt, welche Allergene hauptsächlich die allergischen Reaktionen auslösen. Positive Resultate können auch durch zufällig ähnliche Allergene ausgelöst werden.

Dies nennt man Kreuzreaktivität. Bei neuen IgE-Tests wird nur mehr eine sehr geringe Menge Blut benötigt, und es können damit zwischen 112 bis 282 Allergene gleichzeitig getestet werden. Beim Hauttest werden die verdächtigen Allergene in Tröpfchen auf die Haut auf- und mit einer feinen Lanzette eingebracht. Nach 20 Minuten wird die Reaktion abgelesen. Entsteht eine Quaddel, kann dies einen Hinweis auf das relevante Allergen geben. Jedes Resultat, ob aus Bluttest oder Hauttest, muss mit den Symptomen in Einklang gebracht werden, um die wahren Auslöser der allergischen Reaktionen festzumachen. Besonders bei der Diagnose von Nahrungsmittelallergien kann ein Hauttest auch negativ bleiben, oder er ist wegen vorangegangener schwerer allergischer Reaktionen nicht anzuraten. Dann kann IgE-Testung eine Aussage geben. Besonders neue Tests ermöglichen eine Risikoeinschätzung, nämlich ob eine Nahrungsmittelallergie besteht und wie gefährlich sie ist.

Patientinnen/Patienten, bei denen eine Allergie nachgewiesen wurde, erhalten neben dem Befund auch einen Allergiepass, in dem die relevanten Allergene vermerkt werden, besonders wenn sie ein Risiko für schwere Reaktionen haben. Im Allergiepass ist auch vermerkt, ob ein Adrenalin-Autoinjektor zur Therapie der Anaphylaxie verschrieben wurde. Es hat sich bewährt, eine Kopie des Allergiepasses in der Krankenakte des Patienten abzulegen, damit bei allfälligem Verlust ein identisches Duplikat ausgestellt werden kann. Sie können sich den internationalen Allergiepass kostenpflichtig online in der Sprache Ihrer Wahl erstellen lassen. Dazu gehen Sie online auf: medilang.info/ausweis/ Allergien und Pseudoallergien nehmen immer mehr zu. Vielfach haben Betroffene nicht nur eine, sondern mehrere Allergien. Um den Überblick zu behalten und im Notfall gerüstet zu sein, ist ein Allergiepass/ Allergieausweis wichtig. An sich harmlosen Substanzen, die vom Körper als „fremd“ eingestuft werden und allergische Entzündung auslösen können, werden sie als „Allergen“ bezeichnet. Beim Erstkontakt mit dem Allergen bildet das Immunsystem Immunglobuline der sogenannten „IgE“-Klasse gegen das betreffende Allergen (Sensibilisierung), und es kann bei jedem weiteren Kontakt innerhalb von Minuten eine heftige Abwehrreaktion entstehen. Hierfür bewertest Du auf einer 10 cm langen Linie Dein Gesamtbefinden, aber auch Deine Symptome einzeln, und markierst auf der Linie die Stelle zwischen „Keine Symptome und schwere Symptome”, die Deinen Gesundheitszustand am besten zum Ausdruck bringt. Allergiker mit einer ernsthaften, lebensbedrohlichen Allergie brauchen dringend einen Allergiepass. Lebensbedrohliche Allergien sind oft Allergien gegen Insektenstiche, die Erdnussallergie und viele Medikamentenallergien.